Seit 2010: startet an der Universitätskinderklinik Köln das Projekt: "Systematische Identifizierung aktivierender Mutationen in Onkogenen bei Hochrisiko-Neuroblastompatienten - ein Konzept zur Entwicklung neuer Therapiestrategien."
Das Projekt geht der Frage nach, welche molekularen Veränderungen lassen gesunde Körperzellen entarten, so dass sie Krebscharakter annehmen. Die heutige Technik zur Entschlüsselung des Erbgutes kann inzwischen für individuelle Tumorgewebeproben eingesetzt werden. Dies wird in diesem Projekt beim Neuroblastom angewandt, ein häufiger und höchst bösartiger Tumor bei Kindern. Pro Tumorprobe wird die Reihenfolge von ca. 3 Millionen molekularen Bausteinen (Basenpaaren) chemisch entschlüsselt und mathematisch analysiert. Dies ist mit hohen Kosten verbunden, verspricht aber, die entscheidenden Veränderungen (z.B. Mutationen, Amplifikationen) rascher zu entdecken und darüber hinaus sogar Ansatzpunkte für eine gezielte medikamentöse Gegenstrategie zu erhalten.
Seit 1998: An der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde der Universitätsklinik Köln wird das Projekt "Vergleichende Evaluierung molekularbiologischer Risikofaktoren im Neuroblastom-Tumorgewebe" durchgeführt. Die Studie hat zum Ziel, chromosomale Veränderungen zu beschreiben, die eine Assoziation mit dem Krankheitsverlauf zeigen. So zeigten Untersuchungen von weit mehr als 200 Patienten Veränderungen in den Chromosomen 3p und 11q in 19% bzw.29% aller Neuroblastome.